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ÜBER UNS

WIE ALLES BEGANN...

Unseren Verein Karunai-Kinder-Hilfe e.V. gibt es seit Ende 2007. Seit Pfarrer Charles Raya in der Straelener Pfarrgemeinde St. Peter und Paul als Seelsorger tätig ist, reifte in ihm und anderen ihm nahestehenden Menschen die Idee, von Deutschland aus etwas für die Waisenkinder in seinem Heimatland Indien zu tun. Denn auch wenn Indien ein aufstrebender Staat ist, so ist die Not vieler Menschen doch so unglaublich groß, dass Hilfe Not tut.

So trafen sich kurz vor Weihnachten 2007 im Straelener Pfarrhaus Freunde von Pfarrer Charles Raya und gründeten auf seine Initiative hin den Verein Karunai-Kinder-Hilfe e.V., der als gemeinnütziger Verein eingetragen und daher berechtigt ist, Spendenquittungen auszustellen.

Der Name des Vereins Karunai kommt aus einer der indischen Landessprachen und heißt so viel wie Nächstenliebe.

...UND WAS WIR HEUTE TUN

Unser Verein hat es sich zur Aufgabe gemacht, auf die Not der Waisenkinder, insbesondere der indischen Mädchen, aufmerksam zu machen und durch Aktionen Spenden zu sammeln. So konnte schließlich das Waisenhaus für die Mädchen in Chinnababusamudram in der Nähe der Millionenstadt Pondicherry im Bundesstaat Tamil Nadu errichtet werden.
Finanzielle Unterstützung erhalten wir durch unsere Vereinsmitglieder und Paten, aber auch durch zahlreiche Spender aus dem Privatbereich, Firmen, Vereinen, Schulen und sonstigen Organisationen.

Das es einem deutschen Verein nach indischem Recht nicht gestattet ist, in Indien Land zu erwerben und ein Kinderheim zu unterhalten, existiert parallel zum deutschen Verein der Verein Rural child and mother development trust (Verein zur Förderung von Kindern und Müttern in ländlichen Gebieten). Dieser übernimmt die Aufgabe, die Zielsetzung des Vereins Karunai zu verfolgen und das in Deutschland gesammelte Geld in Indien seinem Bestimmungszweck entsprechend einzusetzen.

 

ZWECK UND ZIEL

Hauptanliegen unseres Vereins ist es, ein Zentrum für indische Waisenkinder in Chinnababusamudram in der Nähe der Millionenstadt Pondicherry im indischen Bundesstaat Tamil Nadu zu sein. Das Waisenhaus soll helfen, diese Kinder aus dem Teufelskreis von Armut, Krankheit und Perspektivlosigkeit heraus zu holen und in eine tägliche Betreuung und Versorgung zu bringen.

Nur eine Hilfe, die den jungen Menschen vor Ort die Perspektive auf ein selbstbestimmtes Leben eröffnet, kann unserer Auffassung nach der menschlichen Würde entsprechend und von dauerhafter Wirksamkeit sein. Kinder und Jugendliche sollen deshalb auch eine schulische und berufliche Ausbildung mit dem Ziel der Hilfe zur Selbsthilfe und Selbstbestimmung erhalten.

Alle Mädchen besuchen eine in der Nähe liegende englischsprachige Schule. Die englische Sprache ist Voraussetzung, um eine qualifizierte Ausbildung der Mädchen sicherzustellen.

BISHER ERREICHTES

Als Pfarrer Charles Raya im Jahre 2007 mit seiner Idee, in seiner indischen Heimat ein Waisenhaus zu begründen, auf Freunde und Bekannte aus unserer Gemeinde zuging, waren schnell Menschen gefunden, die bereit waren, ihn in seinem Vorhaben zu unterstützen.

Nach vielen Vorüberlegungen wurde an einem Abend des Jahres 2007 im Straelener Pfarrhaus der neue Verein Karunai-Kinder-Hilfe-Indien e. V.  gegründet. Erstes Ziel war es, ein Grundstück in Indien für die Errichtung eines Waisenhauses zu finden, was Charles bereits im darauf folgenden Frühjahr gelang. Ebenso schnell gelang es unserem jungen Verein, nicht nur für das 12.000 qm große Grundstück, sondern auch schon für das zu errichtende Haus genügend Spendengelder zu sammeln, so dass noch in 2009 mit dem Bau des Hauses begonnen werden konnte, in das nach seiner Fertigstellung in 2010 dann die ersten 16 sowie in 2011 weitere 9 Mädchen  einziehen konnten.
Das 650 qm große Waisenhaus befindet sich in der Nähe der Millionenstadt Pondicherry im Bundesstaat Tamil Nadu in der Ortschaft Chinnababusamudram und erfüllt alle Grundvoraussetzungen (Zufahrtsstraße, Strom- und Wasserversorgung), die für die Errichtung eines Waisenhauses unverzichtbar sind.

Auf diesem vergleichsweise noch jungen Weg durften wir die Erfahrung machen, dass es in Straelen und in seiner Umgebung viele großherzige Spenderinnen und Spender sowie Unterstützerinnen und Unterstützer gibt, die es uns erst ermöglicht haben, unser Projekt Wirklichkeit werden zu lassen: Einzelne Menschen oder Familien, die eine Patenschaft für ein Kind übernommen haben, Betriebe, die den Erlös einer Feier für unseren Verein spendeten, Schulen, die einen Solidaritätslauf zu unseren Gunsten veranstalteten, Künstler, die für Karunai auf ihre Gage verzichteten und natürlich die vielen, vielen Einzelspenderinnen und -spender, die einmalig oder regelmäßig unsere Arbeit mit ihrer Spende unterstützen. Sie alle sind nur einige Beispiele für ein breit gefächertes soziales Engagement zum Wohle indischer Mädchen.

Natürlich gab es auch Rückschläge und gab es immer wieder für uns die Notwendigkeit, angesichts einer so anderen indischen Realität umzudenken und auch umzusteuern. Ein Rückschlag war sicher um die Jahreswende 2011/2012 ein Orkan mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 180 km/h, der schwere Schäden am Haus anrichtete. Umsteuern mussten wir schon recht bald, als wir erkennen mussten, dass nicht die Aufnahme von Vollwaisen in der Region um Chinnababusamudram kulturell und auch politisch möglich war, sondern vielmehr die Aufnahme von Halbwaisen, die entweder Vater oder Mutter verloren hatten und aufgrund dessen nicht zur Schule gehen konnten und in Schuldknechtschaft oder in Prostitution abzugleiten drohten.

Wie sich in den vergangenen Jahren aber gezeigt hat, war dies die richtige Entscheidung, können wir so doch ganzen Familien helfen, aus dem Teufelskreis der Armut zu entkommen.

Mittlerweile leben Ende 2016 31 Mädchen in unserem Haus. Die ersten haben bereits die Schule sehr erfolgreich absolviert und befinden sich nunmehr in einer beruflichen Ausbildung, die von unserem Verein materiell unterstützt wird. Hinzu kommt ein Kindergarten für die Kleinsten des Ortes, der die Akzeptanz unseres Hauses vor Ort immens gesteigert hat, können hier doch die Ärmsten der Armen ihre Kinder pädagogisch betreuen lassen, während sie selbst für den Unterhalt der Familie unter zum Teil sehr beschwerlichen Bedingungen sorgen können – ohne die Angst, das eigene Kind Gefahren auszusetzen.

Wir sind sehr froh darüber, dass wir vor Ort in Indien auf eine nunmehr sehr erfahrene und immer schon sehr engagierte Mannschaft bauen können, die sich sehr um das Wohl der Mädchen und um die Belange des Hauses kümmert. Immer wieder berichten uns die Praktikantinnen, die unser Haus für eine Weile besuchen, um dort zu arbeiten, von der herzlichen Atmosphäre des Hauses. Hiervon konnte sich zu Beginn des Jahres 2016 auch eine 27-köpfige Besuchergruppe aus Straelen, bestehend aus Mitgliedern, Paten und anderen Spendern unter Leitung von Pfarrer Charles Raya, überzeugen.

WIE GEHT ES WEITER?

Erst einmal hoffen wir, dass die Spendenbereitschaft unserer treuen Unterstützer nicht abreißt. Angesichts so großer Not in der Welt keine Selbstverständlichkeit.

Es bleibt unsere Aufgabe, das Haus und die uns anvertrauten Menschen darin von  Straelen aus zu begleiten und die wichtigsten Entscheidungen für die Zukunft von hier aus zu treffen. Keine leichte Aufgabe, aber eine, die umso leichter fällt, je mehr wir uns getragen fühlen von den vielen Menschen, die uns sowohl finanziell als auch durch ihr großes ehrenamtliches Engagement unterstützen.

KOSTEN UND FINANZIERUNG

Der Verein Karunai-Kinder-Indien-Hilfe e. V. finanziert sich ausschließlich über Mitgliedsbeiträge, Spenden sowie Sachkostenspenden in Form von Büromaterial und Portokostenübernahme. Verwaltungskosten fallen deshalb auch wegen des großen ehrenamtlichen Engagements nicht an. Auch die laufenden Unterhaltungskosten des Waisenhauses sollen auf diese Weise geschultert werden. Die Nutzung des Grundstücks zur Selbstversorgung soll darüber hinaus die Betriebskosten senken helfen.

Ferner helfen Patenschaften für die Mädchen das tägliche Leben im Waisenhaus mit zu finanzieren und so einen Startschuss in ein selbstbestimmtes Leben zu geben.